Joanne van Bosterhaut

Geigenbauerin

Durch das Cellospiel machte Joanne Van Bosterhaut schon als Kind ihre erste Begegnung mit der Musik. In Brüssel absolvierte sie ihr Studium der Musikwissen- schaft mit einer Magisterarbeit zum Thema „Die Einführung des Cellos in Brüssel im 18. Jh: ein Blick auf Baumethoden und auf musikalische Kompositionen für Cello und Basso Continuo“. Während ihrer Studienzeit begann sie 2005 eine Lehre als Geigenbauerin am „Centrum voor muziekinstrumentenbouw“ in Puurs (Belgien). 2013 gesellte sie sich zusammen mit der Geigenbauerin Catherine Janssens und den Bogenbauern Robert Pierce, Blaise Emmelin, Daoudi Hassoun und Victor Bernard zum Atelier Flagey in Brüssel. Joanne Van Bosterhaut ist Gründungsmitglied von EKHo, eines 2014 gegründeten Vereins für die Förderung des zeitgenössischen Instrumentenbaus. Durch ihre Magisterarbeit wurde ihr Interesse für die Beziehung zwischen der musikalischen Komposition für Streichinstrumente und der historischen Entwicklung des Geigenbaus geweckt. In ihrer Forschung über den Instrumentenklang spielt die Beziehung zwischen dem Geigenbauer und dem Musiker eine grundlegende Rolle, die sich wiederum auf den Spielkomfort der Instrumente von Joanne von Bosterhaut auswirkt.

Bei GeigenbauerInnen wie Isabelle Wilbaux, Philippe Van Geffel, Lorenzo Frignani, Tanguy Fraval und Francis Kuttner (Cremona) bildete sich Joanne von Bosterhaut weiter fort. 2016 erhielt sie ein Stipendium von der König-Baudoin-Stiftung im Rahmen der Belgischen Plattform für Bildung und Talent.