Musiker:innen 2026

Klangprobe Bratche - Matthias Gallien
Klangprobe Bratsche – Freitag 30. Oktober 2026 16:00 Uhr
Matthias Gallien schloß zunächst in seiner Heimatstadt an der Hochschule für Musik Hanns Eisler ein Violinstudium bei Lothar Friedrich ab. Sein Bratschenstudium absolvierte er bei Felix Schwarz und Alfred Lipka in Berlin sowie in Weimar bei Erich Krüger und Ditte Leser. Er war Stipendiat der Orchesterakademie der Staatsoper Unter den Linden und spielte ab 1997 als Substitut beim Berliner Sinfonie-Orchester, dem heutigen Konzerthausorchester.
Als Vorspieler der Ersten Violinen war Matthias Gallien von 1999 bis 2001 Mitglied der Mecklenburgischen Staatsphilharmonie Schwerin, danach Solobratscher der Anhaltischen Philharmonie Dessau und ab 2005 in derselben Position Mitglied der Staatkapelle Halle.

Klangprobe Kontrabass - Felix Leissner
Klangprobe Kontrabass – Samstag 31. Oktober 2026 12:00 Uhr
Felix Leissner studierte ab 2018 an der Hochschule für Musik in Nürnberg
bei Prof. Dorin Marc. In dieser Zeit war er Stipendat der
Studienstiftung des deutschen Volkes.
Wesentliche Impulse erhielt er zudem durch Wolfgang Güttler, Günter Klaus und Stanislau Anishchanka.
Seit 2021 ist er als 1. Solokontrabassist
im Gewandhausorchester Leipzig tätig und unterrichtet an der Hochschule für Musik und Theater „Felix Mendelssohn-Bartholdy“ Leipzig.
Als Gast-Solobassist spielte er u.a. bei den Bamberger Symphonikern und dem Sinfonieorchester des WDR.
Er ist als Finalist des Deutschen Musikwettbewerbs 2026 Sonderpreisträger der Deutschen Stiftung Musikleben.

Klangprobe Geige - Andreas Feldmann
Klangprobe Geige – Samstag 31. Oktober 2026 15:00 Uhr
Andreas Feldmann absolvierte sein Studium an der Universität der Künste Berlin. Als Preisträger zahlreicher Wettbewerbe spielte er solistisch mit Orchestern wie den Göttinger Symphonikern, der Thüringischen Philharmonie oder der Philharmonie Südwestfalen und tritt regelmäßig kammermusikalisch bei großen Festivals auf. Andreas Feldmann ist Mitglied des aktuellen Orchestervorstands.

Elsa de Lacerda - Stavelot Quartet
Konzert – Samstag 31. Oktober 2026 19:30 Uhr
„Charisma, Präsenz und technische Meisterschaft – Elsa de Lacerda entfaltet auf der Violine einen reichen, faszinierenden Klang, getragen von Imagination, Feinheit und künstlerischer Freiheit.“ Tully Potter – The Strad
Elsa de Lacerda studierte am Königlichen Konservatorium Brüssel bei Endré Kleve und wurde mehrfach mit Ersten Preisen sowie Höheren Diplomen mit Auszeichnung ausgezeichnet. Bereits früh trat sie als Solistin mit dem Orchestre Philharmonique Royal de Liège auf. Von 2006 bis 2022 war sie Primaria des Alfama Quartetts und konzertierte auf führenden europäischen Bühnen, darunter Bozar, deSingel, die Philharmonie de Paris und die Philharmonie Luxembourg, sowie bei renommierten Festivals in Ambronay, Reims, Alcobaça und Crans-Montana. Ihre Diskografie umfasst Einspielungen bei Musica Ficta, FugaLibera, Cyprès und Harmonia Mundi; das Album Still Schubert wurde 2020 mit dem Octave de la Musique ausgezeichnet. Zu ihren aktuellen Projekten zählen Change (2023) sowie Kiki à Paris (2024). Neben ihrer Konzerttätigkeit ist sie seit vielen Jahren als Musikjournalistin tätig (u. a. für Musiq3, Le Soir und Diapason). Elsa de Lacerda spielt eine Violine von Tomaso Carcassi (Florenz, 1766).

Sindy Mohamed - Stavelot Quartet
Konzert – Samstag 31. Oktober 2026 19:30 Uhr
Die französisch-ägyptische Bratschistin Sindy Mohamed zählt zu den vielversprechendsten und gefragtesten jungen Musikerinnen ihrer Generation. Als Solistin und Kammermusikerin ist sie regelmäßig bei renommierten Festivals wie dem Heidelberger Frühling, der Schubertiade Hohenems, dem Moritzburg Festival, dem Kronberg Festival, dem Festival d’Aix-en-Provence, dem Hindsgavl Festival sowie dem Festival La Folle Journée de Nantes zu Gast. Zu ihren Kammermusikpartnern zählen Künstlerpersönlichkeiten wie Isabelle Faust, Pinchas Zukerman, Emmanuel Pahud, Lawrence Power, Tabea Zimmermann, Lars Anders Tomter, Elena Bashkirova, Daniel Barenboim, Lars Vogt, Elisabeth Leonskaja, Jan Vogler, Kian Soltani, Michael Barenboim, José Gallardo und Julien Quentin. In den vergangenen Spielzeiten trat Sindy regelmäßig mit dem Geiger Michael Barenboim, der Harfenistin Anaïs Gaudemard und der Flötistin Joséphine Olech auf.
In der Saison 2024/2025 erscheint ihr erstes Album bei Berlin Classics gemeinsam mit dem renommierten Pianisten Julien Quentin. Zudem wird sie beim Utah Chamber Music Festival in den USA mit William Hagen, Arthur Hornig und Albert Cano Smit konzertieren sowie gemeinsam mit dem Geiger Michael Barenboim und dem Cairo Symphony Orchestra unter der Leitung von Ahmed El Saedi auf Deutschlandtournee gehen. Sindy Mohamed wird erneut beim Festival Chamber Music Connects the World sowie beim Intonations Festival in Berlin mit internationalen Künstlern wie Noah Bendix-Balgley, Elena Bashkirova, Gérard Caussé und François Leleux auftreten. Darüber hinaus geht sie in dieser Saison mit Viviane Hagner, Eckart Runge und Matthias Kirschnereit auf Tournee durch Italien. Erstmals wird sie beim Festival de Stavelot in Belgien auftreten und gemeinsam mit dem Divan Ensemble und Michael Barenboim ihre ersten Konzerte in Südamerika geben. Die Saison 2025 markiert zudem ihr Debüt im Pierre Boulez Saal zusammen mit der Mezzosopranistin Marie Seidler und dem Pianisten Wolfram Rieger.
Im Jahr 2024 trat Sindy Mohamed mit der Neubrandenburger Philharmonie unter der Leitung von Simon Crawford-Phillips auf und gab gemeinsam mit Justin Taylor ein Rezital beim renommierten Heidelberger Frühling. Mit dem West-Eastern Divan Ensemble unter der Leitung von Michael Barenboim tourte sie durch Europa und China. Zudem konzertierte sie mit der Deutschen Kammerakademie Neuss unter der Leitung und Mitwirkung von Isabelle van Keulen sowie erneut mit dem Cairo Symphony Orchestra unter Ahmed El Saedi und dem Geiger Abdel Hamid El Shwekh. Darüber hinaus kehrte sie zum Kronberg Festival zurück.
Zu den weiteren Höhepunkten zählen ihr Auftritt beim Selbold Klassik Festival mit dem Amatis Trio und Ib Hausmann sowie mehrere Trio-Konzerte mit Juri Vallentin und Aaron Pilsan, die sie durch ganz Deutschland führten.
Zu den Höhepunkten der vergangenen Spielzeiten zählen ihr Debüt mit der Philharmonie Cottbus unter der Leitung von Golo Berg, ihr Debüt mit dem Philharmonischen Orchester Heidelberg unter Johannes Klumpp beim Heidelberger Frühling und den Festspielen Mecklenburg-Vorpommern sowie ihre Auftritte mit dem Cairo Symphony Orchestra unter Ahmed El Saedi. Weitere Konzerte führten sie zu den Mannheimer Schlosskonzerten mit dem Bratschenkonzert von Pēteris Vasks sowie zum Berlioz Festival mit dem Orchestre National des Pays de la Loire unter Pascal Rophé.
Seit 2013 ist Sindy Mohamed Mitglied des West-Eastern Divan Orchestra unter der Leitung von Maestro Daniel Barenboim. Darüber hinaus sammelte sie umfangreiche Orchestererfahrung bei verschiedenen renommierten Orchestern in Berlin. Seit der Gründung der Barenboim-Said Akademie tritt sie regelmäßig als Solo-Bratschistin des Boulez Ensembles im Pierre Boulez Saal in Berlin auf und arbeitet dabei mit hochgeschätzten Dirigenten zusammen. Zudem ist sie aktives Mitglied des Divan Ensembles, eines Kammermusikensembles, das regelmäßig in den Vereinigten Staaten auf Tournee geht.
Ein weiterer Schwerpunkt ihrer Arbeit liegt in der pädagogischen Tätigkeit. Sie gibt Meisterkurse und Coachings bei verschiedenen Festivals und Akademien, darunter die Moritzburg Festival Academy, die Kronberg Academy, das Conservatorio Superior de Música de Vigo sowie das Royal Northern College of Music in Manchester. Im Jahr 2024 war sie Gastdozentin an der Utah State University.
Sindy Mohamed wurde als Preisträgerin des Internationalen Anton Rubinstein Wettbewerbs ausgezeichnet und erhielt ein Stipendium der Ottilie Selbach-Redslob-Stiftung. Als Solistin trat sie mit der Royal Northern Sinfonia in England auf.
Darüber hinaus ist sie Mitproduzentin des interdisziplinären Bühnenprojekts „Late Style“, einer halb gesprochenen, halb musikalischen Inszenierung über die radikale Hoffnung in einer Welt, die es sich nicht leisten kann, diese Hoffnung zu verlieren.
Rolando Villazón lud sie zur ARTE-Produktion „Stars von Morgen“ ein, um sie als vielversprechende junge Künstlerin vorzustellen. Im Rahmen von „Chamber Music Connects the World“, einer Veranstaltung der Kronberg Academy, musizierte sie mit Weltstars wie Steven Isserlis, Christian Tetzlaff und Gidon Kremer.
Sindy Mohamed wurde 1992 in Marseille geboren. Obwohl sie nicht aus einer Musikerfamilie stammt, erhielt sie im Alter von acht Jahren ihren ersten Bratschenunterricht und entschied sich früh für eine professionelle musikalische Laufbahn. Nach ihrem Abschluss am Conservatoire de Marseille setzte sie ihr Bachelorstudium am Conservatoire National Supérieur de Musique de Paris fort und absolvierte anschließend ihr Masterstudium an der Hochschule für Musik Hanns Eisler Berlin in der Klasse von Tabea Zimmermann. Ihre Ausbildung vervollständigte sie im Studiengang „Young Soloists“ an der renommierten Kronberg Academy, ebenfalls bei Tabea Zimmermann.
Ihr künstlerisches Profil schärfte sie durch die Teilnahme an zahlreichen internationalen Meisterkursen und Festivalakademien, darunter das Summer Festival Salzburg, die Seiji Ozawa International Switzerland Academy und die European Chamber Music Academy. Dort arbeitete sie unter anderem mit Daniel Barenboim, Antoine Tamestit, Roberto Díaz, Morten Carlsen, Nobuko Imai, Jean Sulem, Sadao Harada, Pamela Frank und Tatjana Masurenko zusammen.
Sindy Mohamed spielt eine wertvolle Bratsche von Matteo Goffriller, die ihr freundlicherweise von der Miller-Porter Collection (dem Venetian Instrument Collaboration Project von Irene R. Miller und der John Porter Foundation) über die Beare’s International Violin Society als Leihgabe zur Verfügung gestellt wird.

Kacper Nowak - Stavelot Quartet
Konzert – Samstag 31. Oktober 2026 19:30 Uhr
„Ein außergewöhnlich begabter junger Cellist, ausgestattet mit seltenen technischen Fähigkeiten und einem sehr natürlichen, unverkrampften Zugang zur Musik.“ — Gary Hoffman
„Kacper Nowak erwies sich als ein absolut sensationeller Cellist … Seine mit Größe, Kraft und Vitalität gestalteten Höhepunkte waren unübertroffen.“ — Michał Klubiński, Ruch Muzyczny
Kacper Nowak ist ein polnischer Konzertcellist mit Wohnsitz in Brüssel. Er studierte in Posen, Brüssel, Köln und Antwerpen und setzte seine Ausbildung an der Queen Elisabeth Music Chapel bei Gary Hoffman fort. Sein Spiel ist persönlich und engagiert, stets ganz im Dienste der Musik.
Als Preisträger zahlreicher internationaler Wettbewerbe wurde er unter anderem beim Johannes-Brahms-Wettbewerb in Österreich, beim Velázquez International Competition in Madrid, beim International Music Competition Vienna, beim Liezen Cello Competition, beim Edmond Baert International Competition in Brüssel sowie bei Supernova (RTBF) und Nordic Strings in Dänemark ausgezeichnet. Im Jahr 2023 wurde er gemeinsam mit dem Urban Piano Quartet Preisträger des Schoenfeld International Competition – Harbin.
Als Solist trat er mit Orchestern wie dem Königlichen Kammerorchester der Wallonie, dem Philharmonischen Orchester Marokkos und dem Wiener KammerOrchester auf. Konzerte führten ihn in renommierte Säle wie die Wigmore Hall, das Wiener Konzerthaus, Bozar und Flagey in Brüssel, die Philharmonie de Paris, die Cadogan Hall in London, die Dubai Opera, die Łazienki Królewskie in Warschau, die Cultura Artística in São Paulo sowie den Boulez Saal in Berlin.
Er konzertiert regelmäßig als Solist und Kammermusiker; seine Auftritte werden auf Mezzo, Medici.tv und Amadeus TV übertragen. Gemeinsam mit der Pianistin Christia Hudziy, dem Urban Piano Quartet und Ensemble K sowie mit dem Pianisten Lucas Krupiński nahm er mehrere Alben auf. Mit Krupiński veröffentlichte er zudem ein Album mit polnischer Musik, das zwei Weltersteinspielungen enthält: die für Violoncello und Klavier bearbeitete Violinsonate Nr. 1 von Krzysztof Penderecki sowie das Werk Love Song von Andrzej Panufnik.
Seine Aufnahmen wurden von der internationalen Fachpresse, darunter Diapason und die New York Cello Society, hoch gelobt und für die International Classical Music Awards (ICMA) sowie den Preis der deutschen Schallplattenkritik nominiert.
Kacper Nowak ist Pirastro Artist und wird von der Ludwig van Beethoven Association gefördert.

Julien Quentin - Stavelot Quartet
Konzert – Samstag 31. Oktober 2026 19:30 Uhr
Der französische Pianist Julien Quentin hat sich als versierter und gefühlvoller Musiker einen Namen gemacht und ist bekannt für seine große musikalische Reife. Seine bemerkenswerte Tiefe und Musikalität, seine ausgeprägte klangmalerische Klarheit und eine erstaunliche Technik machen ihn zu einem gefragten Solisten und kammermusikalischen Konzertpartner.
Er debütierte erfolgreich mit Recitals im Salle Cortot in Paris, im Konservatorium in Genf und im Bargemusic in New York. Als Solist spielte er mit den Philharmonischen Orchestern Breslau, Katar, Córdoba und unter Dirigenten wie Tommaso Placidi, Paul Biss und Han-Na Chang. Er wurde zu zahlreichen internationalen Festivals eingeladen, nach Verbier, Lucerne, Gstaad, Montreux, Zermatt, Dresden, Braunschweig, Schwetzingen, Ludwigsburg, Mecklenburg-Vorpommern, Beethovenfest Bonn, Radio France Montpellier und Saint Denis. Er hat regelmäßig Auftritte in Nordamerika und spielte bei den Festivals Ravinia, La Jolla, Ventura und Mostly Mozart. Zahlreiche seiner Konzerte in Kanada, den Vereinigten Staaten, Japan und Europa wurden mitgeschnitten.
Julien Quentin ist ein leidenschaftlicher Kammermusiker, der sich mit Künstlern wie Nicolas Altstaedt, Emanuel Ax, Lisa Batiashvili, Joshua Bell, Gautier Capuçon, Pablo Ferrández, Martin Fröst, David Garrett, Nelson Goerner, Ilya Gringolts, Lawrence Power, Sayaka Shoji, Kian Soltani, Kirill Troussov, István Várdai und Sonya Yoncheva die Bühne teilt.
Auf seinen internationalen Konzerttouren durch Amerika, Australien, Japan, den mittleren Osten und ganz Europa spielte er in bekannten Spielstätten wie der Concertgebouw in Amsterdam, der Wigmore Hall in London, dem Louvre in Paris, Festspielhaus Baden-Baden, in der Berlin Philharmonie, im Gewandhaus in Leipzig, im Konzerthaus Wien, im Mariinski-Theatre in Sankt Petersburg, in Avery Fisher, Alice Tully und der Carnegie Hall in New York. Er hat bei EMI, Channel Classics, Sony RCA, Hungaroton, Decca und Deutsche Grammophon aufgenommen.
Auch als Cembalist hat Julien Quentin Konzerterfahrung gesammelt und spielte mit Sarah Chang, dem Verbier Festival Chamber Orchestra sowie mit Thomas Quasthoff unter der Leitung von Leonidas Kavakos.
Julien Quentin ist in Paris geboren und erhielt seinen ersten Unterricht bei Alexis Golovine am Conservatory in Genf. 2002 erwarb er sein künstlerisches Diplom an der Indiana University, wo er bei Emile Naoumoff studierte und einen einjährigen Lehrauftrag als Assistent, gefördert vom Presser Award, wahrnahm. 2003 graduierte er an der Juilliard School New York, wo er bei György Sándor studierte. Außerdem besuchte er Meisterkurse bei Paul Badura-Skoda, Nikita Magaloff, György Sebök und Earl Wild.
Julien Quentin lebt und arbeitet in Berlin. Mit den ‘Musica Litoralis’ im Piano Salon Christophori schaffte er eine zunehmend erfolgreiche Konzertreihe die an die Salons der Goldenen Zwanziger erinnert. Zusammen mit Bildenden Künstlern erkundet er neue künstlerische Visionen und verbindet so verschiedene Kunstformen. Er beschäftigt sich in Zusammenarbeit mit anderen Musikern mit immer neuen Genres und Musikstilen und arbeitet mit den Pianisten Kelvin Sholar, Kaan Bulak & Francesco Tristano, oder auch den Produzenten Adrien de Maublanc und Cesar Merveille projektweise zusammen und produziert elektronische Musik, vor allem im Rahmen ihrer neuen Projekte Midiminuit & Les Coeurs Brisés.

Klangprobe Cello - Claudio Bohórquez
Klangprobe Cello – Sonntag 1. November 2026 15:00 Uhr
Der in Deutschland geborene Cellist peruanisch-uruguayischer Abstammung zählt zu den gefragtesten Musikern seines Fachs. Als Schüler von Boris Pergamenschikow war Claudio Bohórquez schon früh bei internationalen Wettbewerben wie dem Tschaikowsky-Jugendwettbewerb in Moskau oder dem Rostropowitsch-Wettbewerb in Paris erfolgreich.
Beim Internationalen Musikwettbewerb in Genf errang er zudem 1995 sehr jung den 1. Preis, der den Beginn seiner Karriere als Solist markierte. Dies gipfelte im Jahr 2000 mit einer Auszeichnung des erstmals ausgetragenen Internationalen Pablo-Casals-Wettbewerb der Kronberg Academy: Neben dem Grand Prix und dem Sonderpreis für die beste Kammermusikinterpretation erhielt Claudio Bohórquez aus der Hand von Marta Casals Istomin das Goffriller-Cello von Pablo Casals als zweijährige Leihgabe. Inzwischen unterrichtet Claudio Bohórquez selbst: von 2011 bis 2016 war er Professor an der Musikhochschule Stuttgart, im September 2016 wurde er an die Hochschule für Musik „Hanns Eisler“ Berlin berufen, an der er seit 2003 immer wieder als Gastprofessor unterrichtete.
Claudio Bohórquez trat unter anderen mit fast allen deutschen Rundfunkorchestern, der Sächsischen Staatskapelle Dresden, dem Gewandhausorchester Leipzig, den Wiener Symphonikern, dem Collegium Musicum Basel, dem Orchestre de Paris, dem Orchestre Philharmonique de Radio France, dem Tonhalle-Orchester Zürich und der der Academy of St. Martin in the Fields auf. In Japan konzertiert er mit dem NHK Symphony Orchestra und mit dem Tokyo Philharmonic Orchestra. In den USA gab Claudio Bohórquez zuletzt Konzerte mit Boston Symphony, Chicago Symphony, Cleveland Orchestra, Detroit Symphony, Los Angeles Philharmonic, National Symphony und dem Philadelphia Orchestra.
Zu den namhaften Dirigenten, mit denen Claudio Bohórquez bisher arbeitete, zählen Daniel Barenboim, Christoph Eschenbach, Manfred Honeck, Sir Neville Marriner, Eiji Oue, Krzysztof Penderecki, Leonard Slatkin, Tugan Sokhiev, Lothar Zagrosek und David Zinman.
Dass er ein Meister der Kammermusik ist, konnte Claudio Bohórquez auch an anderer Stellen beweisen: mit Jörg Widmann gab er in Madrid und Bilbao Konzerte, musizierte gemeinsam mit Viviane Hagner und Jonathan Gilad im Rahmen des Beethoven Marathons am Konzerthaus Berlin Beethoven Klaviertrios und war im Streichtrio mit Daishin Kashimoto und Amihai Grosz zu erleben.
Claudio Bohórquez ist bei zahlreichen Festivals zu Gast. Darunter das Festival Casals in Puerto Rico, City of London Festival, Penderecki-Festival in Warschau oder auch Jerusalem International Chamber Music Festival. In den USA war er u. a. beim Tanglewood, Ravinia und Aspen Festival sowie beim Hollywood Bowl zu erleben. Er nahm am Kammermusikfest Lockenhaus in Österreich und an Gidon Kremers Festival „Les Musiques“ in Basel teil.
Die vergangene Saisons führten den Künstler zu vielen Festivals, u. a. zum Rheingau Musik Festival mit dem Columbian Youth Philharmonic unter Andrés Orozco-Estrada, zu den Dresdner Musikfestspielen mit einem Kammermusik-Projekt gemeinsam mit dem Geiger Philippe Quint Pianist und dem Pianisten Boris Giltburg, zum Schleswig-Holstein Musik Festival und zum Rheingau Musik Festival. Die kommende Saison beinhaltet unter anderen das Elbphilharmonie-Debüt am 8. November 2018 und ein Elgar-Cellokonzert mit der Staatsphilharmonie Nürnberg am 15. Februar 2019.
Neben zahlreichen CD-Einspielungen, Rundfunkaufnahmen und Fernsehauftritten wirkte Claudio Bohórquez als Interpret für den Soundtrack von Paul Englishby zum Film „Ten Minutes Older – The Cello“ mit, der weltweit in den Kinos zu sehen war. Gemeinsam mit dem Maler Klaus-Peter Kirchner entwickelte Claudio Bohórquez das Installations-Projekt „Raum für Pablo Casals“ als Hommage an diesen großen Cellisten. Mit Daniel Hope entstand für Deutsche Grammophon die ECHO-prämierte CD „Four Seasons“ (2017).
Im Juli 2018 erscheint bei BerlinClassics eine neue CD mit den Sonaten von Johannes Brahms und einigen Bonustracks gemeinsam mit Claudio Bohórquez‘ Duo-Partner Péter Nagy. Seit der Saison 2017/18 ist Claudio Bohórquez künstlerischer Leiter der Schlosskonzerte und Konzerttage Winnenden.
Claudio Bohórquez spielt ein Violoncello von G. B. Rogeri, das ihm von der Landeskreditbank Baden-Württemberg zur Verfügung gestellt wird.
